Misano

Marco Simoncelli Circuit

Ende Oktober 2011 beschloss der Verwaltungsrat des Misano Circuit einstimmig, die Rennstrecke umzubenennen. Sie wird künftig den Namen des viel zu früh verstorbenen italienischen Rennfahrers Marco Simoncelli tragen. Dies wird die dritte Bezeichnung der Strecke sein, die nach ihrem Bau zunächst Circuito Santamonica hieß, bevor sie später nach dem nahe gelegenen Badeort benannt wurde und nun den verstorbenen Marco Simoncelli würdigt.

Nicht nur der Name wechselte, auch die Strecke selbst erfuhr eine ganze Reihe an Änderungen. Die letzte wurde 2007 vorgenommen, als Valentino Rossi und Loris Capirossi rieten, die Richtung zu ändern und nun mit dem Uhrzeigersinn zu fahren. Seither wurden hauptsächlich Arbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt, insbesondere neue Tribünen und ein neues medizinisches Zentrum gebaut. Vor allem aber wurde die Pitlane neu gestaltet und erweitert. Außerdem wurden Ein- und Ausgang besser gesichert.

Derzeit beträgt die Länge der Rennstrecke 4 226 m, d. h. sie ist 800 m länger als ursprünglich. Die Fahrbahn ist mindestens 12 m breit und hat 12 Kurven, davon sechs Linkskurven und sechs Rechtskurven, von denen fünf direkt aufeinander folgen. Da die längste Gerade nicht länger als 600 m ist, lässt sich hier von einem kurvenreichen Kurs sprechen, der hervorragende Bremsen, eine hohe Stabilität im Frontbereich und eine optimale Straßenlage in der Neigung erfordert.

Trotzdem werden weiterhin hohe Geschwindigkeiten erreicht. So benötigte Casey Stoner für die schnellste Runde 1:33:138. Dies entspricht einem Schnitt von 163 km/h.
Aufgrund ihrer Beschaffenheit und weil die Rennstrecke die Möglichkeit bietet, sich durch Können von der Konkurrenz abzuheben, konnte sie sich bis ins Jahr 2016 die Austragung von MotoGP-Rennen sichern.